Emotionen durch Vielschichtigkeit

In Die Leiden des jungen Werthers nimmt sich der Protagonist wegen seiner unerwiderten Liebe zu einer Frau durch einen Kopfschuss das Leben. Isoliert gesehen ist ein Selbstmord tragisch. Nimmt man allerdings zusätzliche im Text etablierte Wissenselemente hinzu, so verstärkt sich der dramatische Effekt. Die Wissenselemente:

  • Die Pistole stammt von dem Ehemann der Frau, die der Protagonist liebt.
  • Als das Ehepaar die Waffe an Werthers Diener übergibt, ahnt die Frau bereits, dass Werther beabsichtigt, sich zu erschießen. Sie traut sich allerdings nicht, einzugreifen und zu verhindern, dass Waffen an ihn übergeben werden.

Um sich die Stärke der Szene vor Augen zu führen, kann man mögliche Alternativen für die Herkunft der Pistole erwägen. Wie intensiv wäre die Szene, wenn er die Waffe auf einem Markt gekauft hätte, wenn er sie von seinem Vater geerbt hätte oder sie Teil von seinem Besitz wäre?

In La Strada lässt der große Zampano seine Begleiterin auf der Straße zurück, als sie schläft. Das Mädchen hat ihn über einen längeren Zeitlauf auf seiner Schaustellertour von Marktplatz zu Marktplatz begleitet. Bevor er davonfährt, deckt er das Mädchen zu und legt ihr eine Trompete hin. Zwei Wissensaspekte verstärken die Szene.

  • Sie hat es leidenschaftlich geliebt, auf der Trompete zu spielen.
  • Zampano hat sie zu keiner Zeit angemessen behandelt.

In dieser Szene spielen zwei Aspekte zusammen: ihre schlechte Behandlung und ihre Liebe, auf der Trompete zu spielen. Das Zudecken und das Hinlegen des Instruments waren die einzigen herzlichen Handlungen, die der eigentlich grobe Zampano ihr gegenüber und im gesamten Werk zeigt.

In Das Leben der Anderen kramt Dreymann eine Sonate hervor und spielt sie auf seinem Schallplattenspieler. Durch das zusätzliche Wissen bekommt die Szene eine zusätzliche emotionale Intensität. Die Wissenselemente.

  • Die Schallplatte hat ihm ein befreundeter Künstler geschenkt.
  • Der Künstler hat unter den Repressionen des DDR-Systems gelitten und sich deshalb erhängt.

Durch diese zusätzlichen Bedeutungsschichten lässt sich das Hören der Schallplatte als Ausdruck von Solidarität lesen und zugleich als subtiles Mittel seines Widerstands.

Neben Gegenständen wie einer Waffe, einer Trompete oder einer Schallplatte kann der Autor auch andere Elemente einer Geschichte mit zusätzlichen, im Text etablierten Wissensbeständen aufladen.

Diskursives Aufladen von Handlungen

In Der Club der toten Dichter verlässt der Lehrer den Klassenraum, nachdem er seine Unterrichtsmaterialien gepackt hat. Als er den Klassenraum fast verlassen hat, steigt ein Teil der Schüler auf die Tische.

  • Bei der Figur, die den Raum verlässt, handelt es sich um den frisch suspendierten Lehrer der Klasse.
  • Der Lehrer wurde vom Schuldienst suspendiert wegen seiner alternativen Lehrmethoden.

Unter anderem fordert der Lehrer seine Schüler auf, die Perspektive zu wechseln. Dazu lässt er sie auf die Tische steigen. Das Auf-die-Tische-Steigen wird im Wissen des Lesers mit dem Lehrer verknüpft.

  • Wahrscheinlich bildet die Szene den letzten Kontakt zwischen dem Lehrer und seinen Schülern.

Die bedeutungsgeladene Handlung wird dramatisch ausgenutzt. Der Perspektivwechsel bzw. das Auf-die-Tische-Steigen steht als Teil für den gesamten methodischen Ansatz des Lehrers. Die Handlung repräsentiert den Lehrer und sein alternatives Lehrkonzept. Die Schüler zollen ihrem Lehrer Respekt, sie drücken ihre Solidarität und Loyalität aus. Durch die Handlung wird die Szene emotional neu dimensioniert. Zugleich suggeriert sie höchste Erzählkunst.

Zusätzliche Wissensschichten. Wir haben hier zwei Parteien (mit den Schülern drei), die jeweils mit einem bestimmten Diskurswissen belegt sind.

  • Der Lehrer ist der Protagonist.
  • Die lehrende Figur im Klassenraum ist der Direktor, er hat die Klasse des Lehrers übernommen.
  • Der Direktor ist der Antagonist.
  • Der Direktor ist reaktionären Bildungsmethoden verpflichtet. Er steht für einen autoritären und antiquierten Lehrstil.
  • Der Direktor hat den Lehrer wegen dessen aus seiner Sicht orthodoxen Unterrichtsmethoden (siehe oben) vom Dienst suspendiert.

Um die Wirkung der Szene vollständig zu erfassen, muss der Rezipient mindestens über diese zusätzlichen Wissensbestände verfügen, die zuvor im Text etabliert wurden.

Randbemerkungen.

  1. a) Konflikt. Durch dieses Wissen, was sowohl Figuren als auch Leser teilen, birgt die Szene ein hohes Konfliktpotential. Mit dem Loyalitätsbeweis begehren die Schüler offen auf gegen den Direktor und sein System.
  2. b) Erhöhung des Einsatzes. Bevor die Schüler auf den Tisch steigen, versucht einer von ihnen, den suspendierten Lehrer vor dem Direktor zu verteidigen. Die Antwort des Schulleiters lautet One more outburst from you or anyone else, and you’re out of this school!.Damit steht für die Schüler deutlich mehr auf dem Spiel.
  3. c) Herauszögern oder die Kraft des letzten Augenblicks. Die Szene nutzt die Erwartungen des Zuschauers aus. Er geht davon ausgeht, dass irgendetwas passieren wird, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was das konkret sein könnte. Die Szene verstreicht und enttäuscht zunächst die Erwartung (abgesehen von dem einen Schüler, der sofort zurecht gewiesen wird). Im letzten Augenblick — als Zuschauer und Lehrer schon abgeschlossen haben –, steigen die Schüler auf ihre Tische.
  4. d) In der Szene kommen weitere diskursiv aufgeladene Elemente zum Tragen. Der Direktor lehrt genau das Kapitel, dass der Lehrer wegen eines Mangels an Qualität in einer seiner Stunden rausgerissen hat (auch das verdeutlicht die didaktische Kluft zwischen den beiden Parteien). Und die Schüler sagen O’Captain my Captain, während sie aufstehen und bekräftigen damit zusätzlich ihre Loyalität, da dies die vom Lehrer bevorzugte Anrede darstellt.

Textweltexterne Elemente aufladen

In 2001: Odyssee im Weltraum wird eine musikalische Einheit und damit ein textweltexternes Element aufgeladen. Hier wird nicht nur ein Diskurselement aufgeladen, bei der später folgenden Wiederholung überträgt sich ein neuer Bedeutungsaspekt auf die Szene, der ohne dieses musikalische Element nicht vorhanden wäre.

Gleichzeitig eröffnet eine weitere Dimension des Aufladens: Während die oben genannten Beispielen innerhalb der Textwelt neue Wissensbestände etablieren, handelt es sich bei der Musik in dem Beispiel um ein Element, dass sich außerhalb der Textwelt ansiedelt. Verallgemeinert man diese Erkenntnis, so lassen sich auch andere Elemente aufladen wie zum Beispiel stilistische Elemente, Satzbau, Schnitt, Kameraperspektiven etc.

Relationen zwischen Figuren mit Wissensbeständen anreichern

In Lawrence von Arabien findet sich eine Szene, die als Beispiel für eine gelungene Dramatisierung dienen soll und die gleichzeitig zeigt, wie komplex das Hintergrundwissen sein kann, das der Text voraussetzt, um ein intensives Erlebnis zu ermöglichen.

Die Szene: Zwischen zwei Beduinenstämmen entsteht Unruhe, es fallen Schüsse, weil ein Mitglied des einen Stammes etwas gestohlen hat. Da das Opfer dem anderen Clan angehört, hat der Dieb damit nicht nur den Bestohlenen angegriffen sondern den gesamten Stamm.

Wenn ein Mitglied dieser Nomadengruppe den Dieb durch Exekution bestraft, wie es das Recht vorschreibt, so bricht Krieg zwischen den beiden Clans aus. Bestraft allerdings ein Externer den Dieb, so bleibt der Frieden erhalten. Lawrence erklärt sich bereit, die Hinrichtung auszuführen.

In der Szene wird das Erschießen also geknüpft an den Frieden zwischen zwei Stämmen. Durch zusätzliches Wissen aus vorangegangenen Szenen wird das Erschießen eingebettet in einen größeren Zusammenhang. Der Zusammenhang:

  • Das gemeinsame Ziel von Lawrence und den beiden Stämmen ist die Unabhängigkeit des Landes — ein Ziel, das erreicht werden kann,
- indem Lawrence die Stämme vereinigt (nur Lawrence Ziel),
- indem Lawrence die Stämme nach Media führt (das gemeinsame Ziel von Lawrence und den vereinigten Clans)
- indem sie zusammen die Stadt stürmen und durch diesen gemeinsamen Kraftakt in arabische Hände bringen. (Gleichzeitig sind andere Ziele vor-, nach- und zwischengelagert. Diese werden vernachlässigt, um den Wissenskomplex auf die relevanten Aspekte zu reduzieren.)

Geschichten werden häufig als Ziel-Hierarchien beschrieben. Der Protagonist hat ein Ziel, das er unbedingt erreichen will. Dabei stellen sich ihm Hindernisse in den Weg. Die Hierarchie ist in der Regel nicht von Anfang an festgelegt. Figuren machen zum Teil zwar Pläne und lenken dadurch die Erwartungen der Leser. Auf dem Weg zum Ziel sind sie aber häufig durch unerwartete Probleme gezwungen, Ziele (und damit Pläne) situationsgerecht anzupassen, indem sie Ziele verwerfen oder indem sie sich zusätzliche Teilziele stecken, die sich im weiteren Verlauf der Ereignisse erneut als unzureichend erweisen können.

Das Erschießen ist also eingelagert in eine übergeordnete Ziel-Hierarchie (der Unabhängigkeit). Würde Lawrence den Dieb nicht erschießen, so würde er das Ziel der Freiheit nicht erreichen. Sein gesamter Plan wäre zu Nichte gemacht.

Eine zusätzliche Verstärkung kommt zustande durch die mit dem Täter verbundenen Wissenselemente, die die dramaturgische Brillanz dieser Szene demonstrieren: Wer ist also der Mann, den Lawrence erschießt?

  • Dem Dieb hat Lawrence das Leben gerettet.
  • Dabei hat Lawrence sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt.

Durch die mögliche Zerspaltung der Clans wird ein artifizielles Zusatzproblem geschaffen, was zum Verlauf der Geschichte wenig beiträgt, was allerdings das Filmerleben emotional intensiviert. Diese Ereignisse besitzen also keine handlungsbezogene, dafür allerdings emotionserzeugende Relevanz.

Es kommen also zwei Strategien in diesem Beispiel zum Tragen, die isoliert gesehen emotional wirken, die in Kombination zu einer massiven Intensivierung führen. Erstens erhält der Leser zusätzliche Wissenselemente bzw. die Relation zwischen den Figuren wird zuvor beleuchtet. Zweitens wird die Hinrichtung in eine übergeordnete Ziel-Hierarchie (Higher-Cause) eingebettet.

Ein Szenario für die Entwicklung der Szene

  • Man entwickelt eine Grundidee: Lawrence führt die arabischen Länder in die Unabhängigkeit. Das übergeordnete Ziel ist also die Unabhängigkeit. Anschließend entwickelt man vorgelagerte Teilziele. Unter anderem:
- Lawrence will die Stämme vereinigen und nach Media führen, um die Stadt zurückzuerobern.
  • Das ist zu glatt und langweilig. Der Text benötigt zusätzliche Probleme: Der Frieden droht also zu zerbrechen. Lawrence schlichtet die Situation auf die oben beschriebene Art.
  • Anschließend überlegt man sich, wie man die Szene weiter dramatisieren kann. Man entscheidet sich für diskursive Anreicherungen. Die zu erschießende Figur darf keine beliebige sein, Lawrence muss in einer Relation zu ihr stehen: Deshalb wird eine Szene vorgelagert, in der er den Mann rettet, den er jetzt erschießen muss. Das verstärkt die emotionale Kraft der Szene.
  • Dann setzen die Autoren noch Einen drauf. Lawrence riskiert bei dieser Rettung sein Leben, etwas das Lawrence am Herzen liegen sollte.

Fazit: Für den Unabhängigkeitskampf muss er also den erschießen, für dessen Rettung er sein Leben aufs Spiel gesetzt hat.

Relationen zwischen Figuren. Der letzte Punkt orientiert sich an einem allgemeinen Prinzip, das in vielen Geschichten auftritt, um emotionale Paukenschläge zu erzeugen. Nämlich, dass Figuren (inklusive oppositionaler Figuren) in Relation zueinander stehen. Bei antagonistischen Figuren (bzw. Figurengruppen) handelt es sich häufig um die Geliebte oder Ehefrau, um die (Zwillings-) Schwester oder den (Zwillings-) Bruder. Häufig teilen sie auch biographische Erfahrungen. Sie haben gemeinsam im Vietnam-Krieg gekämpt, der eine hat den Sohn des anderen ermordet. Je enger die Verbindung zwischen den entgegengesetzten Parteien, desto intensiver wirkt der emotionale Effekt. (Man muss dabei allerdings im Hinterkopf behalten, dass der Grad der Verbreitung einer literarischen Technik auch mit dem Grad ihrer Abnutzung zusammenfällt.)

Praktische Implikationen

Kontextuelle Effekte: Emotionale Effekte durch Variationen im vorangegangenen Text. Das in den verschiedenen Beispielen beschriebene Wissen wurde werkimmanent etabliert, indem der Erzähler Informationen über Diskurseinheiten und ihre Zusammenhänge über weite Teile des Vortextes verstreut hat. Ohne diese Wissensbestände wären die Effekte erheblich schwächer oder kämen nicht zustande. Sähe das Publikum die oben beschriebene Szene in Der Club der toten Dichter ohne den vorangegangenen Text bzw. ohne den Ko(n)text zu kennen, so würde die dramatische Kraft verloren gehen.

Isoliert gesehen, besäßen die Szenen also eine geringere oder keine Wirkung. Die Wahrnehmung der beschriebenen Szenen intensiviert sich, sobald man den Vortext berücksichtigt. Bei gleich bleibender Szene und einem anderem (oder gar keinem) Vortext könnte es zu anderen Effekte führen. Daraus ergeben sich mehrere praktische Konsequenzen…

Diskursentitäten systematisch aufladen. Alle Elemente eines Textes lassen sich mit zusätzlichen Wissensschichten belegen und können so für die Intensivierung der Rezeption fruchtbar gemacht werden.

  • Gegenstände (die Schallplatte in Das Leben der Anderen, die Pistole in Die Leiden des jungen Werthers, die Trompete in Der Große Zampano),
  • Figuren (zum Beispiel repräsentiert die eine Figur ein reaktionäres Schulsystem, während eine zweite eine alternative Methode praktiziert wie in Der Club der toten Dichter),
  • Handlungen (unter anderem das Auf-die-Tische-Steigen in Der Club der toten Dichter),
  • Elemente außerhalb der Textwelt aufladen (zum Beispiel ein musikalisches Motiv wie in 2001: Odyssee im Weltraum).

Praktische Implikationen für die Textanalyse. Man sollte sich an jeder Stelle, die einen bewegt, fragen, wie es zu diesem Effekt kam. Dazu sollte man das benötigte Hintergrundwissen beachten. Man fragt sich: Was braucht man, um den Effekt zu erzeugen? Welche Elemente sind nicht relevant? Beziehungsweise welche hätten bei Weglassen keine Auswirkungen? Und welche würden die Wahrnehmung verändern?

Um sich selbst zu sensibilisieren und um die Analyse seiner eigenen Texte zu optimieren, könnte man sich fragen: Welche Wissenselemente könnte man dem Vortext hinzufügen, um die Szene zu verstärken? Was könnte man weglassen, um die Szene zu verstärken? Welche Reihenfolge der Darstellung erzeugt die intensivsten Effekte?

Vielleicht kann man sogar so weit gehen, dieses Modell der Wissensschichten als Analysemethode für ganze Werke einzusetzen. Dazu müsste man sich zu jedem Zeitpunkt fragen, was der Leser wissen muss, um die jeweilige Szene a) zu verstehen und b) um die gewünschten emtionalen Reaktionen zu zeigen. Haben am Ende alle Wissenselemente mindestens einmal dazu beigetragen, das Filmerlebnis zu intensivieren, so sind sie relevant. Solche Elemente, die zwar im Roman auftauchen, die sich aber nicht auf die emotionale Wahrnehmung auswirken, müssen auf andere Art und Weise gerechtfertigt sein. Zum Beispiel dadurch, dass sie der Geschichte eine logische Struktur geben und sie dadurch leichter nachvollziehbar machen. Besitzen sie keine Funktion, so müssen sie gestrichen werden.

Praktische Implikationen für Story-DesignerWriting is re-writing ist eine häufig gebrauchte Formel. Man kann sie so verstehen, dass man nach dem Schreiben Text hinzufügt, wegstreicht, zusammenführt, auseinanderreisst, umstellt etc.

Zunächst denkt man sich ein Grundgerüst aus oder greift einen Abschnitt der Geschichte gezielt heraus. Dabei kommt es nicht darauf an, dass es sich um ein hochkomplexes Gefüge handelt, es kann sich auch um ein sehr simples Gebilde handeln. Im Nachhinein werden einzelne Elemente ergänzt, um der Geschichte mehr Kraft, Tiefe und Komplexität zu verleihen.

Zum Beispiel könnte das gewählte Element so aussehen: Ein Mann erschießt einen anderen Mann. Nach und nach schaut man sich die einzelnen Elemente an und überlegt sich, wie man sie emotional intensivieren kann. Wer sind die Personen? Kennen sie sich? Haben sie vielleicht eine gemeinsame Geschichte? Hat der eine vielleicht dem anderen das Leben gerettet? Warum wird der eine erschossen? Wie kann man es rechtfertigen, dass der eine den anderen erschießt?

So bietet sich durch diese Analyse eine weitere Strategie an, um eine Szene zu verbessern. Die Szene selbst muss nicht notwendigerweise neu gestaltet werden, zum Teil kann der Textproduzent auch den vorangegangenen Text verändern und damit dem Rezipienten Wissen bereitstellen, auf dessen Grundlage er die Szene intensiver verarbeiten kann. So können rückwirkend (alle) Gegenstände, Figuren, Handlungen, Relationen zwischen Elementen etc. zusätzlich beschichtet werden.

Bei der Platzierung von Wissenselementen sollte man beachten, dass der Leser in der Lage sein muss, die Information an der relevanten Stelle abzurufen, sonst kommt es nicht zum gewünschten Effekt. So bietet es sich zum Teil an, Wissenselemente kurz vor der Stelle zu positionieren, wo sie ihre emotionale Kraft entfaltet. Manche Wissenselemente können in der gleichen Szene installiert werden, andere Informationen werden weit über den Text verstreut.

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